Nachdem der Wetterbericht für Samstag Sonne und blauen Himmel versprochen hatte, ging es spontan ins Schönfelder Hochland auf Winterwanderung. Wir mussten uns dick einpacken mit Mütze, Schal, Handschuhen und der wärmsten Winterjacke, die ich finden konnte, um bei den morgens gemessenen -6°C trotzdem 3-4 Stunden entspannt unterwegs sein zu können (ich bin eine kleine Frostbeule).

Noch eine Thermoskanne mit heißem Kaffee und ein paar belegte Brötchen eingepackt und los ging es!

Wir sind von Dresden aus mit der Buslinie 61 bis zur Endstation Bühlau gefahren, wo die 10km-Route für den Tag starten sollte (die genaue Route findet ihr unten). Ein paar wenige Schritte sind wir zwischen den Häusern hindurch, an einer Schule vorbei gegangen, um dann auf einem kleinen Pfad zwischen Bäumen und Wohnhäusern entlang ortsauswärts zu gelangen. An der nächsten Ecke tauchte schon eine wunderschöne alte Kirche auf, die von hohen Bäumen und einem schönen Garten umsäumt, gegenüber vom Bühlauer Friedhof lag. Wir passierten die Kirche und schnell fiel spürbar der Trubel der Innenstadt und des Alltags von uns. Man hörte tatsächlich keine Autos mehr oder Straßenbahnen, nur noch Vogelgeuwitscher und das Rascheln der Büsche am Rand des Weges. Unglaublich schön.

Nach nur wenigen Minuten gelangten wir an eine schöne weite Koppel, auf der zwischen Obstbäumen auch ein paar Pferde zu entdecken waren.

Pferdekoppel
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Am Ende der Koppel mussten wir für einen Moment wieder Richtung Straße und an dieser entlang über ein Feld bis auf der rechten Seite ein wunderschönes Herrenhaus eines alten Rittergutes auftauchte. Der barocke Springbrunnen, ein von knorrigen Bäumen gesäumter Weg und eingefrorener Teich ergaben eine unglaublich schöne winterlich-romantische Atmosphäre.

Wir haben den zugefrorenen Teich umrundet (natürlich nicht ohne zu testen, ob dieser uns tragen würde) und sind anschließend weiter durch eine ruhige Wohngegend gewandert. Es ging die Straße entlang bis wir quer über ein Feld zu schmaleren Wegen gelangten, die uns zwischen verwunschenen Gärten vorbei an einem kleinen Ziegenstall und wunderschönen alten Höfen entlang führten. Traumhafte Ruhe, Ausblick über die Felder und Natur pur. Beneidenswert, wer dort zu Hause ist!

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Wir ließen das bewohnte Gebiet hinter uns und überquerten ein weites Feld, auf dem im Sommer sicherlich Getreide oder Sonnenblumen wachsen. Dort pfiff der Wind uns bei -3°C ganz schön um die Ohren, aber die Sonnenstrahlen und die schöne Umgebung glichen die Kälte direkt wieder aus. Außerdem hatte ich mich ja in weiser Voraussicht dick eingepackt!

Von da an ging es sozusagen von Dorf zu Dorf, immer wieder über Feldwege, durch kleine Wälder und über Flüsse hinweg. Ich liebe diese kleinen romantischen Dörfer, in denen einem die Welt noch ruhig und entspannt vorkommt. Wir sind ein paar wenigen Menschen begegnet, die uns alle sehr freundlich und offen gegrüßt haben. Super nett! Da fühlt man sich fast schon als Teil dieser schönen Gegend.

Als wir Malschendorf erreichten, haben wir kurz mit dem Gedanken gespielt eine kleine Pause einzulegen und uns in der dortigen Naturschenke bei einer Tasse Kakao aufzuwärmen. Wir haben uns dann aber an unseren Proviant im Rucksack erinnert und sind ohne Pause munter weiter gewandert.

Wieder erst an der Straße entlang und dann eine Weile über Feldwege mit weitem Blick über die Hügel, ging es bis zu einem kleinen Waldgebiet. Dort erreichten wir den Aussichtspunkt „Zuckerhut“ mit einem wunderschönen Blick zur Elbe und über Dresden.

Weiter ging es durch den Wald, in dem man nur das Rascheln vom Laub unter den Füßen und das Knarren der Bäume hören konnte. Ich könnte ewig hier weiterwandern. Wahnsinnig schön!

Unsere Tour endete nach einem Abstieg nach Pillnitz. Von dort aus sind wir mit dem Bus erschöpft, aber glücklich wieder nach Hause gefahren, wo dann ein Stück Kuchen und eine große Tasse Kaffee auf uns wartete.

Hier findet ihr die gesamte 10km-Tour, die wirklich bei jedem Wetter empfehlenswert ist!

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