Ich weiß nicht, was die Natur an sich hat. Der Zauber der Berge, das Rauschen des Waldes, die Weite des Meeres… Ich weiß nicht, was es ist, aber all das hat für mich etwas Beruhigendes, etwas Faszinierendes und Berührendes. Steht man am Meer und schaut in die Ferne, spürt man auf einmal wie groß diese Welt ist. Hat man den Gipfel eines Berges erreicht, staunt man wie winzig das Dorf, die Menschen und deren Sorgen sind und wie gewaltig dagegen die Schönheit der Natur. Und läuft man durch den Wald, begleitet einen der Wind der durch die hohen Bäume streicht und Geschichten von längst vergangenen Zeiten flüstert.

Wie schön und wie kostbar sind all diese Momente? Und wie oft nehmen wir sie gar nicht genug war.

Die letzten drei Tage habe ich an der Ostsee, in Kiel, verbracht. Während meines Studiums war Kiel eine Weile mein zu Hause und ein Stück meines Herzens ist damals dort geblieben.

Ich liebe die frische Meeresbrise, die einen begrüßt, wenn man aus dem Zug steigt. Ich liebe das Kreischen der Möwen, das einem sofort sagt, dass man nun an der Küste ist. Und ich liebe die Kieler Förde und das Meer.

Mit meiner liebsten Kieler Freundin Kim bin ich am Strand entlang gewandert, den Sand unter den Füßen und den Wind im Haar. Und sofort beruhigt sich die Seele, machen die Gedanken einen Moment Pause. Man ist einfach nur dort und genießt die Ruhe, die das Meer ausstrahlt. Leise plätschern die Wellen und wirft man einen Blick in die Ferne, lässt sich durch die dicke, weiche Wolkenschicht, die die Sicht verschleiert, gar nicht genau sagen, wo das Meer endet und wo der Himmel beginnt.

Ich liebe es.

Ich könnte ewig dort stehen.

Vielleicht kennt jemand den Grund für diese Faszination, die das Meer in den Menschen auslöst. Ich kenne ihn nicht und vielleicht ist es mir auch egal. Vielleicht möchte ich einfach nur dort stehen, den Blick schweifen lassen und für einen winzigen Moment alles um mich herum vergessen.

* * *

3 Kommentare zu „Ein bisschen Meer

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