Da bin ich wieder! Letzten Freitag wurden mal wieder die Wanderschuhe geschnürt und es ging los ins Elbsandsteingebirge. Dadurch, dass ich in den letzten Wochen und Monaten so viel unterwegs war, fällt es mir immer schwerer, neue Routen und spannende Wege zu finden, die ich noch nicht kenne – auch wenn das Elbsandsteingebirge davon eigentlich wirklich genug zu bieten hat!

Ich entschied mich – auch wenn ich dort schon war – zu den Schrammsteinaussichten zu wandern, diesmal aber nicht von Bad Schandau aus (wie im Winter), sondern von Schmilka.

Da bei uns der Wecker unter der Woche täglich um 5:40 Uhr klingelt, war ich früh genug wach und  machte mich auf den Weg. So früh, saß ich noch ganz allein im Zugabteil, wartete als einzige in Schmilka auf die Fähre und stiefelte durch das noch schlafende kleine Dörfchen. Die Sonne stand noch nicht sehr hoch und trotzdem war es bereits angenehm warm.

Der Ausgangspunkt meiner Wanderung lag nicht direkt im Ort, sodass ich auf dem Weg an der Elbe ein Stück wieder zurück Richtung Bad Schandau lief. Gegenüber eines kleinen Parkplatzes ging rechts der Weg ab und führte mich in den Wald. Dort war es noch etwas düster, weil die Sonne noch nicht hochgenug stand, um es durch die Blätter der Bäume zu schaffen. Ich folgte dem Weg, der mich im Zickzack immer weiter von der Straße wegführte.

Rechts und links vom Weg, und teilweise auch quer über den Weg hinweg, lagen viele umgefallene Bäume und wie hingeworfene Felsen, über die man klettern musste. Richtig abenteuerlich 🙂

Nach einer Vielzahl von Stufen erreichte ich eine erste Kreuzung und folte dem Wegweiser geradeaus weiter Richtung Gratweg. Langsam schien die Sonne durch die Baumwipfel und übersähte den Waldboden mit zahllosen Sonnenflecken.

 

Zu Beginn meiner Wanderungen ist mir alleine im Wald häufig etwas unwohl, also war ich froh, als ich die erste kleine Aussichtsplattform erreichte, wo sich der Wald etwas lichtete. Ich stellte meinen Rucksack ab, legte meine Jacke auf einen Felsen und erschrak, als sich neben meinem Fuß plötzlich etwas bewegte. Eine kleine Blindschleiche schlängelte sich auf meinen Rucksack zu und schien äußerst interessiert daran zu sein. Meine erste Schlange im Elbsandsteingebirge! Nagut, eine Blindschleiche ist nicht wirklich eine Schlange, aber ihnen zumindest ähnlich 😉

Nach dieser kurzen Verschnaufpause ging es weiter. Ich folgte einigen letzten Treppenstufen und gelangte oben auf den Gratweg, wo der Wanderweg sich zwischen ein paar wenigen dünnen Bäumchen hindurch schlängelte. Der Boden war übersäht von Farnen und Gräsern, ich hörte einen Wildvogel schreien und in der Ferne tauchten die ersten Sandsteinformationen auf. Ich ließ die letzten Bäume hinter mit und erreichte ein breites Plateau, das den Blick auf die wunderschöne Sandsteinwelt freigab. Perfekter Ort für eine erste Pause.

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Hier brannte die Sonne schon beinahe auf der Haut, obwohl neun Uhr gerade erst vorbei war. Ich verstaute meine Kamera, schnappte mir meinen Rucksack und machte mich wieder auf den Weg. Ich folgte der Route wieder ein Stück in den Wald hinein, umrundete riesige Felsen bis der Weg immer schmaler wurde. Über Leitern, Treppen und Eisenbrücken ging es zwischen den Sandsteinen hindurch und über diese hinweg. Egal ob ich nach rechts oder links, nach vorne oder nach hinten schaute, immer wieder erwarteten mich wunderschöne Ausblicke über die schroffen Felsen und dichten Wälder der Sächsischen Schweiz.

 

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Ich folgte dem Gratweg immer weiter in Richtung der Schrammsteinaussichten. Hier traf ich erstmals auf andere Wanderer, die, wie ich, auf dem Weg zur berühmten Aussicht auf die Schrammsteine waren. An einer kleinen Kreuzung, in deren Mitte ein riesiger alter Baum stand, folgte ich dem Weg nach links und erreichte nach einem letzten Aufstieg über Leitern und zwischen Felsen hindurch die Schrammsteinaussichten.

Immer wieder atemberaubend, dort zu stehen.

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Ich verbrachte bestimmt eine halbe Stunde damit auf und ab zu klettern, Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen, bevor ich mich wieder auf den Rückweg nach Schmilka machte.

Da ich nicht den selben Weg zurückgehen wollte, den ich gekommen war, hatte ich eigentlich geplant (und so sagte es mir auch die Route, die ich aus dem Internet rausgesucht hatte), über den Wildschützensteig abzusteigen und dem Elbleitenweg bis Schmilka zu folgen. Leider wurde ich davon überrascht, dass auf dem Wegweiser „Abstieg verboten“ stand. Mh, na super… Also entschied ich kurzerhand den Gratweg wieder ein Stück zurückzulaufen, bis ich an den Abzweig zum Jägersteig gelangte. Dort führten mich relativ steile Eisenleitern und -treppen wieder hinab in den Wald (da kam mir in den Sinn, dass ich diese Route beim nächsten Mal nicht einfach andersherum gehen sollte).

Von dort aus wäre der Weg einfach gewesen: Immer dem Elbleitenweg nach bis zu der Kreuzung, die ich von heute früh schon kannte und die mich zurück nach Schmilka führen würde. Aber „einfach“ klappt eben nicht immer.

Die Internetroute, der ich folgte, sagte mir, dass ich den Elbleitenweg nicht bis zum Ende folgen sollte, sondern schon vorher rechts abbiegen und auf einem noch kürzeren Weg nach Schmilka gelangen könnte. Gesagt, getan. Ich fand den Abzweig leicht und folgte dem Weg durch den Wald. Nach und nach wurde der Weg immer schmaler und immer schwerer zwischen dem vielen Laub und dem Gestrüpp auszumachen. Ich wunderte mich nur wenig, da ich der Routenbeschreibung vertraute. Es wurde immer steiler und ich musste aufpassen, dass ich auf dem trockenen Laub nicht ausrutschte. Und dann auf einmal, gab es keinen Weg mehr, dem ich hätte folgen können. Von einer Sekunde auf die nächste verlief sich der Weg zwischen Felsen im Wald. Es gab überhaupt keine Möglichkeit mehr weiterzugehen.

Ich ärgerte mich über diese falsche Internetroute und vor allem auch über mich selbst, dass ich nicht einfach den Wegweisern Richtung Schmilka weiter gefolgt war, sondern dieser vermeintlichen Abkürzung vertraut hatte. Aaaaber es ging ja nochmal gut, ich gelangte wieder zurück auf den Weg und nach Schmilka. Mittlerweile war es glühend heiß in der Sonne und ich war froh, so früh morgens aufgebrochen zu sein.

Alles in allem war es eine unglaublich schöne Tour, die ich ganz bestimmt nochmal – dann zusammen mit Eric – machen werde! 🙂

 

Hier gibt’s wieder den Link zur kompletten Route.

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